#sweatpullisewbasic by Hilli Hiltrud

von | Jan 31, 2020 | Kleiderschrank | 0 Kommentare

Mit einer riesigen Murmel rief Hendrike alias Hilli Hiltrud zum Probenähen eines Sweater-Schnittmusters für die ganze Familie auf. Ich hatte das Glück ausgewählt worden zu sein und den Sweater #sewbasic in 3 Varianten testen zu können.

Meine Familie besteht derzeit aus drei Menschen: meinem Partner, der bunte Socken trägt und besonders beschwingt durch die Welt läuft, wenn der Pullover farblich dazu passt und dem 4 Monate altem Krümel, der sich eigentlich nicht darum schert, worin sein kleiner Kugelbauch versteckt ist. Und mir natürlich, die sich nun also vorgenommen hatte, eben diese Familie einzukleiden.

Der #sewbasic Sweater von Hilli Hiltrud ist ein wirklicher Basic-Schnitt und lädt dazu ein, mit Mustern oder Materialien zu variieren, ihn um Applikationen oder Plotts zu ergänzen oder auch Teilungsnähte einzufügen. Für letzteres habe ich mich bei der Männerversion entschieden. Die Damenvariante habe ich um einen Rollkragen erweitert, die Babygröße klassisch gehalten (es war tatsächlich das allererste Babybekleidungsstück, das ich in meinem Leben genäht habe). Hier berichte ich Euch, wie ich damit zurecht gekommen bin!

#sewbasic Sweater Herren

Gr: 46 Anpassungen: VT, RT, Ärmel 3cm gekürzt, Schulterlänge -1cm, Teilungsnähte
Uuunbedingt Senfgelb sollte der werden! Wie gesagt – passend zu den Socken…
Das sollte schon ein Pullover vor einigen Monaten, für den ich dann aber einen Sweat gekauft habe, der keinen Elasthan-Anteil besaß. Über meine Unaufmerksamkeit habe ich mich so geärgert, dass ich die Lust verloren hatte. Ich wusste nicht, dass es Sweat ohne Elasthan gibt, jetzt weiß ich es. Diesmal ging aber alles gut, ich fand einen Sweat mit der klassisch angerauten Innenseite und 5% Elasthan-Anteil, exakt farblich passendes Bündchen hatte ich auch, ich war gut vorbereitet.
Ich hatte mir 3 Teilungsnähte im Vorderteil überlegt und habe nach dem Vermessen die Schulterlänge um 1 cm verkürzt.


Dafür habe ich einfach die Klebelinie des PDF Druckes als Längsteilungsnaht genommen, bin von der Ärmelansatznaht 5 cm in die Mitte gegangen, habe am Saum von der Stoffbruchkante 8 cm markiert, beide Punkte verbunden und somit auf beiden VT Hälften jeweils noch eine vertikale Teilungsnaht. ACHTUNG! Beim Zuschnitt nicht vergessen immer jeweils 1cm Nahtzugabe an die Teilungslinien hinzuzurechnen!

Der Schulter habe ich einfach 1cm abgezogen und den Ärmelansatz angepasst. Hier darf man wirklich nicht allzu schwungvoll sein und muss die Gesamtlänge unbedingt noch einmal nachmessen, damit sie nicht vom Original abweicht und der Ärmel plötzlich nicht mehr sitzt.

Die Bündchenware habe ich ganz klassisch zugeschnitten 6cm/ 3cm im Bruch für das Halsbündchen, 12 cm/ 6cm im Bruch für Ärmel und Bund. Den Ärmelumfang habe ich x 0,7 berechnet, den Halsausschnitt x 0,8, den Bundumfang x 0,9.

#sewbasic Sweater Damen

Gr: 36 Anpassungen: VT, RT 5 cm gekürzt, Schulterbreite -1cm
Bei meinem Sweater musste ich sehr lange überlegen, wie er aussehen soll, denn ich bin ja eher die Strickjacken-Tante als die lässige Sweater-Trägerin. Ich habe mich dann für einen klassisch schwarz-weiß gestreiften Sweat entschieden und die Bündchen weggelassen, an Ärmeln und Bund nur je 2cm umgenäht und den Halsausschnitt um einen „Rollkragen“ ergänzt. Ich schreibe das in Anführungszeichen, denn eigentlich ist der Halsausschnitt viel zu groß, als dass sich der Kragen um den Hals „rollt“. Er steht also etwas ab, aber das gefällt mir eigentlich ziemlich gut. Der erste Versuch ging schief, ich hatte mich beim Halsumfang verrechnet und einen viel zu großen Kragen eingesetzt, der sich dann ordentlich gewellt hat. Der zweite Versuch mit Halsumfang x 0,8cm saß sehr gut! Ich bin eine Musterperfektionistin und gerade bei Streifen müssen Vorder- und Rückenteil exakt aufeinander treffen. Bei den Ärmeln klappt das selten.

#sewbasic Sweater Baby

Gr: 56 Anpassungen: VT, RT, Ärmel jeweils 2 cm gekürzt
Zucker! Noch nie habe ich einen so kleinen Ärmel umgenäht! Ich habe tatsächlich für den Krümel bisher keine Kleidung genäht, da er ja so ungeheuer schnell wächst (12cm in 4 Monaten!), aber das war ein wirklich schönes Erlebnis! Sein Modell ist, wie man unschwer erkennen kann eine Kombination aus meinen Streifen und der Farbe vom Sweater des Papas. Die Bündchenware habe ich hier nur am Hals angebracht und das war eigentlich meine größte Hürde in dem Projekt; dieser schmale Streifen steht nämlich mit der Overlock vernäht ziemlich ab und man sieht die Kettennaht. Ich habe den Streifen dann noch einmal von Hand angenäht.

Ich bin sehr glücklich, bei diesem Probenähen dabei gewesen zu sein, denn ich habe so einiges dabei gelernt! Vorher habe ich die Overlock einzig zum Versäubern von Webware genutzt, nun habe ich verstanden wie easy und sauber ich damit dehnbare Stoffe zusammen nähen kann. Ich habe das erste Mal ein Baby-Shirt genäht und Druckknöpfe in den Stoff gepresst. Ich finde das Ergebnis ist absolut tragbar und der Schnitt bekommt meine absolute Empfehlung – ein ideales Basic, das viel Raum für Variationen lässt! Einzig die Schulterbreite würde ich jeweils individuell noch einmal anpassen!

Schnitt: #sewbasic Sweater by Hilli Hilltrud Stoff: Sweat & Bündchen by Traumbeere

Hello

Ich bin Lotta

Ich teile mit Dir das schönste Hobby der Welt und zeige Dir hier meinen selbstgenähten Kleiderschrank. Ich würde mich freuen wenn er Dir ein Anstoß und eine Inspiration ist und Du demnächst mal wieder auf einen Kaffee vorbei schaust, denn ich freue mich besonders auf den Austausch mit Dir!

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